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DIR Skills:
(GUE Tech 1)
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Das Flugzeugwrack liegt 200 m vom Ufer entfernt in 33 m Tiefe. Wie lange brauche ich dort hin?
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Bei unserem Tauchgang 600 m in die Höhle hinein würden wir also ca. 40 Minuten für den Hinweg und nochmal ca. 40 Minuten für den Rückweg brauchen. Für das 100 m lange Wrack benötigten wir hin und zurück ca. 14 Minuten. Bei Stömung wäre es wahrscheinlich deutlich mehr. Oder wenn ich mir zwischendurch noch etwas genauer ansehen will.
Zusätzlich zur Dekozeit benötigt man aber meistens noch ein paar Minuten bis zum Erreichen des ersten Dekostopps und für andere Dinge, wie z.B. zum Setzen der Boje oder zum Stagewechsel. In der Praxis kann man als Faustwert mit ca. 5 bis 10 Minuten rechnen, bis auf das Dekogas gewechselt wurde und die eigentliche Deko beginnt. Zusammen mit der Dekozeit ergibt das dann die ungefähre Aufstiegszeit.
Ca. 30 Minuten nach dem Abtauchen wird der Kapitän die Boje sehen, und nach ca. 52 Minuten wird der Tauchgang beendet sein.
Nutzbases Gas = Gasvorrat - Minimum Gas
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Auch im Notfall noch genug Gas haben: Minimum Gas macht's möglich!
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Bei Tauchgängen mit 50% Sauerstoff zur Deko wechselt man in 21 m Tiefe auf die Stage mit dem Dekogas. Das Minimum Gas muss also beim Aufstieg bis zu dieser Tiefe reichen. Der Aufstieg wird mit 9 m/min bis zum ersten Deepstop durchgeführt. Dieser liegt bei 80% des Drucks auf der Maximaltiefe bzw. bei 75% der Maximaltiefe. Ab dem ersten Deepstop wird die Aufstiegsgeschwindigkeit auf 3 m/min verlangsamt, d. h. alle 3 m ein kurzer Stopp eingelegt. Für den Gaswechsel wird eine Minute auf dem Rückengas eingeplant. Es werden immer mindestens 40 bar als Minimum Gas reserviert.
Für einen 45 m Tauchgang mit D12 berechnet sich das Minimum Gas dann so:
Als Faustwerte kann man folgende Drücke annehmen, wenn man eine D12 als
Rückengerät verwendet, der Gaswechsel auf das 50% O2 Gemisch auf 21 m erfolgt und das AMV 20 l/min nicht übersteigt (die Werte sind zur sicheren Seite gerundet):
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Minimum Gas bei D12 und 50% O2 Deko (bei deko on the fly)
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Bei einem Fülldruck von 210 bar in der D12 wäre das nutzbare Gas bei einem 45 m Tauchgang demnach:
210 bar - 90 bar = 120 bar = nutzbares Gas
Je nachdem, wie die Tauchgangsbedingungen sind, kann ich das nutzbare Gas vollständig auf der Tiefe verbrauchen, oder muss mir einen Teil davon für den Rückweg bzw. als Reserve aufsparen.
Bei einem 39 m Tauchgang mit D12, 210 bar Fülldruck und 50% O2 Deko müsste ich also spätestens bei 60 bar Restdruck mit dem Aufstieg beginnen. 150 bar könnte ich auf der Tiefe verbrauchen.
Bei dem oben schon erwähnten Beispiel-Wracktauchgang (45 m tief) hätte man eine nutzbare Gasmenge von 120 bar. Spätestens nach der Hälfte dieser 120 bar (also nach 60 bar) wird umgekehrt, damit man noch bis zur Ankerleine zurückkommt, ohne das Minimum Gas zu unterschreiten. Der Umkehrdruck wäre dann also ca. 150 bar (210 - (120 / 2) = 150). Bei Stömung muss man diese Werte natürlich sinnvoll anpassen.
Wenn ein Auftauchen nicht jederzeit möglich ist, z.B. beim eindringen in Wracks, Höhlen oder beim Tauchen in Schiffahrtsstraßen, dann müssen noch Reserven eingeplant werden. Es muss so viel Gas für den Rückweg vorhanden sein, dass auch ein Tauchpartner mit vollständigem Gasverlust wieder sicher an den Ausgangsort und dann an die Oberfläche gebracht werden kann.
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In einer Höhle gelten besondere Gasregeln. In Zweierteams taucht man nach der 1/5- oder 1/6-Regel.
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Die Drittelregel gibt in vielen Fällen aber noch keine ausreichende Sicherheit. Sie berücksichtigt zum Beispiel nicht eine durch Aufregung und Stress erhöhte Atemrate und keine Strömungen. Sie sollte deshalb nur von sehr erfahrenen Tauchern unter optimalen Bedingungen angewendet werden oder wenn man in einem Team aus 3 oder mehr Tauchern unterwegs ist.
Bei Tauchgängen unter schwierigen Bedingungen oder in Zweierteams sollte deshalb immer wesentlich konservativer mit dem Umkehrdruck umgegangen werden, z. B. nach der 1/4-, 1/5- oder 1/6-Regel.
Sollte eine Dekostage nicht mehr zur Verfügung stehen (leer, verloren, Automat defekt...), so muss die Deko mit dem Gas des Tauchpartners und dem eigenen Rückengas zu Ende geführt werden können. Dazu gibt es bei GUE ein Protokoll, dass das Teilen des Dekogases vorsieht (mehr dazu vielleicht später...). Um für diesen Fall gewappnet zu sein, muss die benötigte Dekogasmenge um 50% erhöht werden. Es wird also immer mindestens die 1,5-fache Menge des Dekogases mitgenommen, das eigentlich für einen Taucher erforderlich wäre.
Die meisten Taucher haben ein AMV von ca. 20 l/min. Das entspricht an der Oberfläche etwa 1 bar/min aus einer D12 (ganz exakt bei AMV = 24 l/min). Wenn ich das nun mit dem Druck in der Tiefe multipliziere, dann habe ich den ungefähren Gasverbrauch pro Minute. Das wären dann etwa:
in 10 m Tiefe: 2 bar/min
in 20 m Tiefe: 3 bar/min
in 30 m Tiefe: 4 bar/min
in 40 m Tiefe: 5 bar/min
in 50 m Tiefe: 6 bar/min
Natürlich stimmen diese Werte nicht ganz exakt, sind aber für eine grobe Schätzung auch unter Wasser gut zu gebrauchen.
Um den Gasverbrauch aus einer 80 cuft (11 l) Stage zu errechnen nimmt man einfach den doppelten D12 Verbrauch.
Für mein persönliches AMV von ungefähr 15 l/min habe ich mir folgende Tabelle gemacht, die ich mir gut merken kann:
in 10 m Tiefe: 1 bar/min (exakt: 1,3)
in 20 m Tiefe: 2 bar/min (exakt: 1,9)
in 30 m Tiefe: 3 bar/min (exakt: 2,5)
in 40 m Tiefe: 4 bar/min (exakt: 3,2)
in 50 m Tiefe: 4 bar/min (exakt: 3,8)
Auch diese Werte stimmen natürlich nicht ganz exakt. Sie sind im flachen Bereich eher knapp bemessen, im tieferen Bereich dafür eher konservativ. Für eine ungefähre Abschätzung sind sie aber gut zu gebrauchen und einfach zu merken.
Rückengas in D12:
Dekogas in 80 cuft Stage (bei deko on the fly):
Benötigtes Gas in der 80 cuft Dekostage: 80 bar + 40 bar = 120 bar
Ich habe in dem Beispiel teilweise stark gerundet. Das sollte aber kein Problem sein, denn die angenommenen Verbrauchswerte sind sehr konservativ (für ein AMV von 24 l/min) gerechnet.
CNS% gibt an, in welchem Maße das Zentrale Nervensystem mit Sauerstoff belastet ist. Es wird empfohlen, die 100% Marke nicht zu überschreiten, da das Risiko eines Sauerstoffkrampfes ansonsten deutlich ansteigt.
OTU beschreibt die Auswirkungen des Sauerstoffs auf die Lunge. Bei zu hoher Belastung schwellen die Alveolen (Lungenbläschen) an und behindern den Gasaustausch in der Lunge. Auch hier gibt es Werte, die nicht überschritten werden sollten.
Zur Bestimmung von CNS% und OTU für einen Tauchgang multipliziert man die Einwirkzeit mit Werten aus entsprechenden Tabellen. CNS% und OTU kann man auf einfache Weise überschlägig ermitteln, wenn man GUE Standardgase und Prozeduren verwendet. Insbesondere folgende O2 Partialdruckgrenzen sollten eingehalten werden:
Ungefähre CNS%-Werte lassen sich über die folgenden, einfachen Formeln ermitteln:
Und für die OTU-Werte gibt es diese Formeln:
Tauchgang auf 45 m, Trimix 21/35, 30 Minuten Grundzeit, 30 Minuten Dekozeit mit 50% Sauerstoff:
Tauchgang auf 45 m, Trimix 21/35, 30 Minuten Grundzeit, 15 Minuten Dekozeit mit Grundgas und 15 Minuten mit 100% Sauerstoff:
Auch diese Werte sind natürlich nur Näherungswerte, sie sind aber bei den meisten "normalen" Tauchgängen gut zu gebrauchen. Bei anspruchsvolleren bzw. aggressiveren Tauchgängen sollte man auf eine genaue Berechnung jedoch nicht verzichten!
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