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DIR Ausrüstung:
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18 W HID-Lampenkopf (links), 50 W Halogen-Lampenkopf (rechts), Goodman-Handle, 13,5 Ah und 9 Ah NiMh Akkutank
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Da Lampen bei Höhlentauchgängen oder in Wracks überlebenswichtige Ausrüstungsteile sind, wird auf alles verzichtet, was unnötig störanfällig ist. Deshalb sind die Lampen des DIR-Tauchers sehr einfach aufgebaut und enthalten möglichst wenige elektronische Teile. Es gibt keine Dimmerfunktion, keinen Tiefentladeschutz, kein SOS-Blinken oder sonstigen Schnickschnack. Bei Tauchgängen im Dunkeln ohne direkte Auftauchmöglichkeit (overhead environment, z. B. in Höhlen oder Wracks) werden zwei Ersatzlampen (siehe unten) mitgeführt.
Als primäre Lampe wird grundsätzlich eine Tanklampe verwendet. Bei diesen Lampen ist der Lampenkopf vom Akkuteil getrennt. Der schwere Akkubehälter (Akkutank) wird auf den rechten Bauchgurt des Harness gesteckt und bis an die Backplate nach hinten geschoben. Dort wird er von einer Gurtschnalle fixiert, stört nicht und ist trotzdem gut erreichbar. Über ein Kabel ist der Akkutank mit dem Lampenkopf verbunden. Dieser wiederum ist auf einem Handgriff (Goodman-Handle) montiert, den man auf die linke Hand aufsteckt. Dadurch, dass der Lampenkopf sehr leicht ist, kann auch eine Lampe mit großem Akku ermüdungsfrei über lange Zeit getragen werden.
Auch bei Tauchgängen im Hellen wird diese Tanklampe meistens mitgeführt, da sie zum Fixieren des langen Atemreglerschlauchs verwendet wird. Zusätzlich ist sie (je nach Akkugröße/Gewicht) ein Teil des Gewichtssystems und so kann auf etwas Blei verzichtet werden. Wird keine Tanklampe mitgenommen, so wird der lange Schlauch unter eine Tasche anstelle des Akkutanks geklemmt, oder es wird ein 1,5 m langer Schlauch verwendet, der nur unter dem Arm entlang geführt wird (siehe auch Schlauchführung).
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Deckel des Akkutanks mit Schalter und Kabel
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Als Energiespeicher finden Bleigelakkus, Nickel-Metallhydridakkus oder Lithiumakkus Verwendung. Bleigelakkus sind billig, robust, einfach zu laden und unempfindlich, allerdings auch sehr groß und schwer und das Laden dauert recht lange. Die modernen Akkus sind bei gleicher Kapazität wesentlich kleiner und leichter, aber auch wesentlich teuerer und empfindlicher gegen falsches Laden und Tiefentladung. Deshalb müssen auch teurere Ladegeräte verwendet werden. Mit guten Ladegeräten sind sie allerdings auch wesentlich schneller wieder aufgeladen als Bleiakkus. Die Akkukapazität und der Stromverbrauch des Brenners müssen so aufeinander abgestimmt sein, dass die Lampe mindestens für die gesamte Zeit des Tauchgangs leuchtet.
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fokussierbarer Halogen- (rechts) und HID-Lampenkopf (links) mit Goodman-Handle und Boltsnap
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Der eigentliche Lampenkopf kann, je nach Bauart, einen Halogenbrenner, einen HID Brenner oder einen LED Brenner aufnehmen. Er ist ein aus Kunststoff gedrehtes Teil, das an der eine Seite wasserdicht mit dem Lampenkabel verbunden ist und auf dessen anderer Seite sich die Lampenfassung unter einer Art Reagenzglas (Test Tube) befindet. Das Reagenzglas ist mit mehreren O-Ringen am Lampenkopf abgedichtet und kann zum Wechseln des Leuchtmittels abgenommen werden. Der Lampenkopf selber wird mit dem Reagenzglas in die Reflektoreinheit geschoben und dort mit einer Kunststoffschraube fixiert. Durch Herein- oder Herausziehen des Lampenkopfes in den Reflektor kann der Lichtstrahl unter Wasser jederzeit nach Bedarf fokussiert werden. Ein starker Fokus (punktförmig) ist eine Grundvorraussetzung für eine effektive Kommunikation mit der Lampe (siehe auch Kommunikation), lässt das Licht heller erscheinen und weiter in die Ferne leuchten.
Der Reflektor ist auch ein aus Kunststoff gedrehtes Teil, das aber nicht wasserdicht ist und keine Glasscheibe hat. Er kann mit verschiedenen Lampenköpfen betrieben werden, wie zum Beispiel mit Halogenlampenköpfen, HID Lampenköpfen (High Intensity Discharge, auch Xenon genannt) oder LED Lampenköpfen (je nach Bauart).
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Halogen-Lampenkopf mit 50W Brenner (links), 18 W HID Lampenkopf (mitte, mit Gummiring) und Reflektoreinheit mit Goodman-Handle und Boltsnap
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HID Lampenköpfe benötigen elektronische Bauteile, um einen Lichtbogen zu zünden. Das macht sie etwas anfälliger für Defekte. Im Gegensatz dazu gibt es keine empfindliche Glühbirne wie in einem Halogenbrenner. Nach dem Einschalten braucht der Brenner einige Sekunden, um auf Betriebstemperatur und zu seiner vollen Helligkeit zu kommen. Ist diese erreicht, so wird bei gleicher Helligkeit (im Vergleich zu Halogen) wesentlich weniger Stom verbraucht. Kleinere Akkus bzw. längere Laufzeiten sind also möglich. HID Brenner erzeugen ein sehr kaltes (bläuliches) Licht. Das empfinden einige als unangenehm, andere mögen es. Die Reichweite des Lichtes unter Wasser ist etwas größer als bei wärmerem Licht, da blaues Licht im Wasser nicht so stark dedämpft wird wie rotes/gelbliches. Nachteilig sind zudem der sehr hohe Preis und ein etwas größerer und schwererer Lampenkopf (es muss ja die Elektronik reinpassen). Unter technischen Tauchern haben sich HID Lampen und NiMH Akkus wegen der langen Laufzeit
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mit Hilfe des Goodman-Handles kann der Lampenkopf ermüdungsfrei getragen werden
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Mittlerweile gibt es auch LED Hauptlampen, die einen ausreichend guten Fokus erzeugen. Sie verbrauchen relativ wenig Strom und haben meist ein ähnlich kaltes Licht wie HID Lampen.
Wird die Lampe nicht benutzt, so hängt man sie mit dem Karabiner an den rechten Schulter-D-Ring und verstaut das Lampenkabel unter dem langen Schlauch und unter dem Bauchgurt, damit man nicht damit hängen bleiben kann.
Soll die Lampe nur kurzzeitig weggehängt werden (zum Beispiel beim Stagewechsel, beim Schreiben in den Wetnotes oder beim Boje setzen), wird ein separater Doppelender verwendet. Er wird am rechten D-Ring mitgeführt und in den kleinen Gummiring gehängt, der am Kabel des Lampenkopfes befestigt ist (siehe Bild weiter oben oder das Video unter Tarierung).
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Backup-Lampen müssen vor allem eines: bei Ausfall der Hauptlampe sicher funktionieren. Deshalb sind auch sie so einfach
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batteriebetriebene Reservelampen ohne Schalter
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Natürlich müssen auch Reservelampen einen stark gebündelten Lichtkegel erzeugen, damit die Kommunikation reibungslos funktioniert. Mittlerweile ist dies auch mit LED Reservelampen sehr gut machbar. Sie müssen mindestens für die Länge des Tauchgangs ausreichend Licht geben. Gute LED Lampen leuchten mit einem Batteriesatz allerdings länger als vier Tage am Stück (habe ich selbst getestet)! Damit sie gut verstaut werden können, sollten Backuplampen eine schlanke Form haben. Meistens werden sie mit drei Batterien betrieben, es gibt jedoch auch kürzere Modelle mit nur zwei Batterien.
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der lange Schlauch ist unter dem Lampentank, die Reservelampe und der Lampenkopf am rechten D-Ring verstaut
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